12.04.22

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Starke Gelenke

Was tun, wenn Gelenke Probleme machen?

Fast jeder kennt jemanden, der Gelenkprobleme hat oder leidet selbst darunter. Dafür verantwortlich sind meist mehrere Faktoren, wie Alter, die Gene sowie die Lebensweise. Auch wenn entzündliche oder degenerative Erkrankungen der Gelenke meist ein Leben lang bleiben, kann man mit der Anpassung der Ernährung und Lebensweise einiges für sein Wohlbefinden tun.

Das Gewicht ist ein wichtiger Risikofaktor für Schmerzen und kann Gelenkschmerzen verstärken. Der BMI (Body-Mass-Index) sollte unter 25 liegen und das Gewicht sollte im besten Fall dem Alter und Geschlecht entsprechen. Dabei muss beachtet werden, dass bei Gelenkproblemen, wie Gicht, unbedingt fachliche Unterstützung hinzugezogen werden sollte.

Denn eine Diät und ganz besonders Fasten können Gelenkprobleme verstärken. Die Ernährungsumstellung sollte also an die gegebene Diagnose angepasst werden. Eine Gemeinsamkeit haben alle Erkrankungen des Gelenkapparates aber: Sie profitieren von einer vorwiegend pflanzlich-vollwertigen Ernährung und den Verzicht auf viel Fleisch und Wurstwaren.


Welche Ernährung bei Gelenkproblemen?

Bei Beschwerden mit den Gelenken ist aus diversen Gründen die Reduzierung von Fleisch Wurstwaren ratsam. Zum einen enthält rotes Fleisch sowie Schweinefleisch besonders viel Arachidonsäure, die Entzündungen der Gelenke hervorrufen oder verschlimmern kann. Zum anderen gehören Fleisch und Wurstwaren zu den stark purinhaltigen Nahrungsmitteln. Purine können einen Gichtanfall auslösen oder Gelenkprobleme bei einem chronisch erhöhten Harnsäurespiegel (Hyperurikämie) fördern.

Besonders viele Purine sind in Innereien, Ölsardinen, Bouillonwürfel sowie in der Haut von Geflügel und Fisch enthalten. Eine bessere Alternative sind purinarmes Gemüse, Kartoffeln, Milch und Milchprodukte, Eier, Pflanzenöle, Tofu und Mineralwasser.

Auch Alkohol (vor allem Bier wegen der enthaltenen Hefe!) und das regelmäßige Rauchen von Zigaretten können rheumatoide Erkrankungen sowie Gicht befeuern. Wer familiär bedingt mit Gelenkproblemen zu tun hat, sollte ganz auf diese Art von Genussmitteln verzichten. 

Grundsätzlich darf auf eine basenüberschüssige Ernährung gesetzt werden, die aus frischem Gemüse, Kräuter und Kartoffeln besteht. Bei Hülsenfrüchten und Nüssen sollte nach individuell bekömmlicher Menge geschaut werden. Denn auch durch den Verzehr von Linsen bildet der Körper eine größere Menge an Harnsäure. 


Anti-entzündliche Ernährung

Bei entzündlichen rheumatischen Erkrankungen darf der Fokus auf anti-entzündlicher Ernährung liegen. Wenig helles Fleisch und Fisch, wenig bis kein entzündungsfördernder Zucker und keine stark verarbeiteten Lebensmittel.

Viel Gemüse, reichlich Kräuter und entzündungshemmende Öle und Gewürze sollten jeden Tag auf den Tisch kommen. Besonders zu empfehlen sind hier Omega-3-Fettsäuren und Omega-9-Fettsäuren, die in Fischöl, Algenöl, Walnüssen, Leinsamen, Schwarzkümmel-Öl, nachtkerzen-Öl und Weizenkeimöl zu finden sind.

Darüber hinaus sollte Vollkorngetreide bevorzugt werden. Das füttert nicht nur die nützlichen Darmbakterien, sondern es hilft auch, Entzündungen zu reduzieren. Ebenso ballaststoffreich sind Hülsenfrüchte, die anstelle von Fleisch bei guter Bekömmlichkeit täglich auf dem Speiseplan stehen können.

Ingwer, Zimt, Kardamom, Cayennepfeffer sowie Petersilie, Brennnessel und Löwenzahn wirken entzündungshemmend und können wunderbar in Gerichte eingebaut oder als Tee getrunken werden.

Welche Nahrungsergänzung bei Gelenkproblemen?

Vor allem bei degenerativen Erkrankungen der Gelenke lohnen sich Präparate, die die Knorpelstruktur unterstützen. Hier eignen sich tierische Gelatine, Meeresgelatine sowie Grünlipp-Muschelkonzentrat.

Auch das antioxidative Vitamin C wirkt anti-entzündlich und ist essenziell für die Festigkeit des Bindegewebes. Entsprechend der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) sollten täglich 100 mg Vitamin C durch frisches Gemüse und Obst aufgenommen werden. Bei akuten Beschwerden können jedoch auch bis zu 500 mg Vitamin C täglich supplementiert werden.

Wir von Sanicura haben mit unseren ACTIMEB Ortho-Tabs eine Rezeptur mit Grünlipp-Muschelextrakt und Vitamin C entwickelt, die Gelenkschmerzen vorbeugen und akut Unterstützung bieten soll. Der hohe Wert an Glykosaminoglykanen aus der Grünlipp-Muschel gilt als Knorpelschutzstoff und kann bei Gelenkerkrankungen ergänzend eingenommen werden. 


Welche Bewegung bei Gelenkproblemen?

Leider denken noch zahlreiche Betroffene von Gelenkproblemen, dass Bewegung Gift für sie ist. Das Gegenteil ist meist jedoch der Fall. Im Einzelfall sollte ärztlich abgeklärt werden, ob intensivere Bewegungseinheiten in Ordnung sind.

Grundsätzlich sind regelmäßige Bewegung und sanfte Sportarten aber wahrer Balsam für Gelenke und Knochen. Sie unterstützt den Aufbau und die Erhaltung von Knochengewebe und fördern die Produktion der wertvollen Gelenkschmiere. Und diese Gelenkschmiere nährt wiederum den Knorpel. Je besser die Muskeln in Armen und Beinen außerdem trainiert sind, desto besseren Halt geben sie den Gelenken.

Radfahren, Nordic Walking und Schwimmen sind sanfte Sportarten, die Gelenke mobilisieren helfen. Auch Spaziergänge entschleunigen und fördern das Lymphsystem und Bindegewebe, das wichtige Nährstoffe durch den Körper transportiert.

Auf belastende und ruckartige Sportarten, wie Mannschaftssport und Joggen, sollte besser verzichtet werden, da es sehr belastend für die Kniegelenke ist.


Bitte beachte, dass dieser Artikel keinen Besuch beim Arzt ersetzt und bei ungewöhnlich starken Schmerzen sollte unbedingt ein Arzt konsultiert werden. Außerdem sollten Veränderungen einer medikamentösen Therapie immer ärztlich abgeklärt werden.